Samstag, 24. Juni 2017

Leichtathletik Landesmeisterschaften in Wesel der Jugend U 20, U 18 und U 16

Ein langes, heißes Wochenende liegt hinter den Leichtathleten des WSV / PSV / BTV, die die Qualifikationsnormen zur Teilnahme an den Nordrhein-Jugendmeisterschaften der männlichen und weiblichen Jugend U16 / U18 / U20 am 10. und 11. Juni 2017 in Wesel erbracht haben.

Insgesamt 7 Medaillen gingen mit an die Wupper, allesamt von WSV Athleten errungen.

Landesmeisterin wurde Jana Rokitta (U 18  Dreisprung), die ab den ersten Sprung zeigte, dass es sie zu bezwingen gilt. 11,63 m standen am Ende da, souveräner Sieg und erneut Quali für die Jugend DM erreicht.

Foto Ingo Bleibtreu
Der Sieg im 100 m Sprint von Sophie Bleibtreu (W 15) kam nicht ganz überraschend. Deutlich gewann sie das Finale in 12,49 sec. Kommenden Freitag trifft sie anlässlich der Ruhr Games erneut auf die Zweitplatzierte und wird sich dann auch mit Konkurrenz aus Russland, Frankreich und Holland messen. Im Hürdensprint durfte sie mit 12,11 sec. Bronze mit nach Hause nehmen.

Zum Silberjungen avancierte Tim Haufe (M 14). Sein zweiter Platz im 80 m Hürden Sprint kam  in 11,98 sec. überraschend. Über 100 m mußte er sich lediglich um 1/100 sec. geschlagen geben und erzielte in 11,90 sec. Stadtrekord.

Vier Sportler waren im Hochsprung der U 18 mit 1,90 m gemeldet, darunter Tom Ediger. Dass die ersten drei lediglich 1,84 m übersprangen, war erstaunlich. Auf Grund der Fehlversuchregelung war es am Ende Silber für Ediger.

Der zweite Rang ging im Dreisprung der U 20 an Katharina Kezmann mit 10,68 m, die nach längerem, krankheitsbedingten Ausfall wieder auf dem Weg zur alten Stärke ist.

38,35 m flog der Diskus von Lena Otto (U 20 / WSV). Eine absolute Top Weite, die aber "nur" zu Rang vier reichte, weil zwei Werferinnen im Feld waren, die internationale Einsätze vorzuweisen haben.

Sven Opitz (U 18 / WSV) erreichte im Dreisprung den Endkampf und wurde mit 11,93 m Siebter.

Lea Werth (BTV / W 15) sprang erstmalig im Dreisprung über 10 m. Für ihre 10,04 m wurde sie mit Platz 8 belohnt.

Zwei achte Plätze gab es auch für  Samuel Stockhausen  (U 20 / PSV). Er sprang 6,33 m weit und 1,80  hoch. Trainingspartner Hendrik Pörner warf den Speer auf 48,22 m und freute sich über Rang sieben.

(Bericht von Corina Ediger)

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Offene Nordrhein-Seniorenmeisterschaften

Bei den Offenen Nordrhein-Seniorenmeisterschaften, die am Feiertag Fronleichnam bei "Backofenhitze" in Krefeld-Uerdingen ausgetragen wurden, holten Wuppertaler Athletinnen und Athleten fünf Titel. Veronika Scharbatke (LC Wuppertal) gewann in der Altersklasse W 65 über 400 m (86,05 Sek.) und 800 m (3:11,86 Min.), Corinna Mertens (LG Wuppertal) in der W 45 über 1.500 m (5:24,82 Min.).

Veronika Scharbatke, die nach einer durch einen Sturz bedingten längeren Pause erstmals wieder auf der Bahn ins Wettkampfgeschehen eingriff, lief über 800 m schneller als bei ihrem Titelgewinn im letzten Jahr bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Leinenfelde. Zum ersten Mal versuchte sie sich auch über die kürzeste angebotene Strecke. Über 100 m vergrößerte sie in 17,95 Sek. ihre Medaillensammlung noch um eine Bronzemedaille. Karin Ernst vom Barmer TV belegte in der Altersklasse W55 über 800 m in 3:03,26 Min. einen respektablen 5. Platz.

Werner Beecker (LC Wuppertal) hatte sich vorgenommen, die deutschen Senioren-Bestleistungen in der Altersklasse M 85 über 800 m und 1.500 m an sich zu bringen. Im April und Mai war ihm dieses "Kunststück" bereits bei der Bahnlaufserie in Ratingen-Homberg über 3.000 m (14:54,81 Min.), 5.000 m (25:14,91 Min.) und 10.000 m (52:27,15 Min.) gelungen. Trotz der widrigen Bedingungen verbesserte er nun in Uerdingen die bisherige Bestleistung über 1.500 m um rund 5 Sekunden auf 7:12,43 Min. Über 800 m scheiterte er allerdings mit 3:35,35 Min. deutlich. Gleichwohl war ihm natürlich der Titelgewinn nicht zu nehmen. Einen weiteren Versuch kann er Ende Juni bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Zittau in Angriff nehmen.

Ein paar Tage vorher feiert er seinen 85. Geburtstag und gehört dann auch international der Altersklasse M 85 an. Der Europarekord über 1.500 m steht bei 7:09,38 Min., der über 5.000 m bei 24:51,33 Min. Diese Zeiten könnten bei guten Bedingungen in Zittau zu schaffen sein.

Unverrichteter Dinge mussten die 5.000-m-Läuferinnen und -Läufer wieder nach Hause fahren, deren Rennen eigentlich den Abschluss der Meisterschaften bilden sollten. Die Veranstaltung musste aber wegen eines heraufziehenden Gewitters aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.

(Bericht von Norbert Korte)

Dienstag, 16. Mai 2017

Kreismeisterschaften Einzel Männer, Frauen und Jugend U20, U18

Ziemlich voll war das Leichtathletikstadion am Hallo in Essen Stoppenberg anlässlich der gemeinsam durchgeführten  Meisterschaften der Kreise  Essen, Düsseldorf/Neuss und Bergisches Land (Männer/Frauen/U20/U18) am 14.5.2017.  Insgesamt meldeten 404 Sportler und Sportlerinnen aus 52 Vereinen. Die sportliche Wertigkeit wurde dadurch enorm gesteigert, dass neben der Kreiswertung auch gemeinsam gewertet wurde.

Nicht nur deswegen war der Doppelsieg über 100 und 200 m von Jan-Marcel Kezmann (U 20 / WSV) besonders wertvoll. Um 8/100stel verpasste er mit seiner Siegerzeit über 100 m von 11,28 sec. die Qualinorm für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm. Das begehrte Ticket löste er dann über 200 m mit 22,32 sec.

Insgesamt zeigten sich Wuppertaler Sprinter von ihrer besten Seite. In der Frauenklasse landete Pauline Schnittka (BTV) über 100 m mit 13,22 sec. auf Rang 4. Platz vier gab es auch in der U 18 für Anna-Clara Sturm (WSV), bei 41 Konkurrentinnen über die gleiche Strecke. Mit 12,90 sec blieb sie erstmalig unter der 13 sec. Marke. Die 100 m Hürden sprintete Sturm in starken 15,53 sec. und wurde mit Rang drei belohnt.

Mehrkämpfer Tom Ediger (WSV/U19) gewann den Hochsprung mit übersprungenen 1,84 m. 40,56 m im Diskuswurf bedeuteten Rang drei. Im Hinblick auf den ersten Zehnkampf in zwei Wochen waren seine 15,86 sec.  im 110 m Hürdensprint  wertvoll.

Lena Otto (WSV/U20)  steigerte im Diskuswurf ihre Bestweite auf 36,60 m und wurde mit Silber belohnt.

Auch die PSV U 20 Junioren wussten zu überzeugen und fuhren sogar einen Doppelsieg im Weitsprung ein. Hier setzte sich Samuel Stockhausen mit 6,38 m gegen Trainingspartner Hendrik Pörner 6,26 m durch. Stockhausen gewann zudem den Hochsprung mit 1,78 m, Pörner holte mit 45,45 m im Speerwurf silber.

Im Dreisprung gab es zwei, leider konkurrenzlose, Wuppertaler Titel. Katharina Kezmann (WSV/U20) sprang 10,28 m , Pauline Schnittka (BTV) 10,49 m. Schwester Helen erreichte in der U 18 Rang mit 9,31 m Platz 2, Sonja Opitz mit 9,25 m Platz 3.

(Bericht von Corina Ediger)

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13. ART-Frühjahrs-Trials

Die Frühjahrs-Trials des ART Düsseldorf fanden bei besten Bedingungen am 6.5.2017 im Rather Waldstadion statt.

Sophie Bleibtreu (W 15) steigerte ihre 80 m Hürden Bestzeit auf 12,04 sec. Weit vor dem Feld sprintend drückte sie ihre Bestzeit, 45 min. später, im 100 m Sprint auf 12,38 sec. Damit verbesserte sie den 20 Jahre alten Stadtrekord von Nadine Unger, der eigentlich für alle Ewigkeiten gewähnt wurde. Im letztjährigem DM Finale wäre sie mit dieser Zeit auf Rang 4 gelandet. In der noch sehr jungen Saison führt sie die Deutsche Bestenliste, mit über 500 Einträgen, an.

Das zweite Highlight setzte Jana Rokitta (U 18). Bereits im ersten Versuch sprang sie mit 11,62 m die geforderte Qualinorm zur Teilnahme an den Deutsche Jugendmeisterschaften in Ulm und sorgte für Jubel bei den WSV Leichtathleten.

Ebenfalls im Dreisprung hakten Sven Opitz (U 18) mit 11,72 m und seine Schwester Sonja (W 15) mit 9,83 m die Qualinormen für die Nordrhein- und NRW Meisterschaften ab. Pauline Schnittka (BarmerTV, Frauen) erzielte 10,30 m und  Schwester Helen  (WJU18) nach dreimonatigem Auslandaufenthalt 9,50 m.

Trotz eines ganz schlechten Startes steigerte Tim Haufe (M 14) seine 100 m Bestzeit auf 12,44 sec.

Um 5 m, auf 33,98 m, steigerte Jakob Dühr (M 15) seine Bestweite im Diskuswurf und qualifizierte sich ebenfalls für die Nordrheinmeisterschaften. Lena Otto (U 20) erzielte mit 34,99 m eine ansprechende Weite. Ihr fehlt nach dem Trainingslager und der absolvierten Kraftspitze, noch die Spritzigkeit.

Die Mehrkämpfer und NRW Kaderathleten Tom Ediger und Oliver Kraft erzielten im Kugel, Diskus, Speer zufriedenstellende Leistungen. Es fehlen einfach ein paar hundert Trainingswürfe im Winter, was in Wuppertal nicht realisierbar ist.

Mit gemischten Erwartungen machten sich acht Athletinnen der Leistungsgruppe weibliche Jugend und Frauen des Barmer TV  auf den Weg zum ersten Wettkampf nach Düsseldorf, stellten ihren Trainer am Ende aber zufrieden.  Lara Werth (W15) erreichte im Weitsprung 4,61 m,  Beyza Yildirim (W15) sprintete die 100 m in 13,98 sec.  Michelle Bendack  (WJU20) erzielte mit 5,01 m Bestleistung im Weitsprung.  Helen Schnittka (WJU18) absolvierte ihren ersten Wettkampf nach ihrem dreimonatigen Auslandsaufenthalt. Mit 9,50 m im Dreisprung kam sie nicht an ihre Bestweite heran, zeigte aber einen Wettkampfeinstieg, auf den sich gut aufbauen lässt. Ihre Schwester Pauline (Frauen) sprang solide 10,30 m und möchte sich nun auf dieser Grundlage im Laufe der Saison weiter steigern.

(Bericht von Corina Ediger)

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Bahneröffnung der SG Kaarst

Am 1.5.2017 ging es dann nach Kaarst zur traditionellen Bahneröffnung.

Lediglich 10 Grad Außentemperatur, teilweise langhaltende, heftige Regenschauer, empfindliche Zeitplanverzögerungen und z.T. heftiger Gegenwind (GW) auf der Zielgeraden ließen eigentlich keine Qualijagd zu, die dann aber doch vielfach erreicht wurden.

Foto von Ingo Bleibtreu
Sophie Bleibtreu (W 15) löste gleich zwei Tickets für die U 16 DM im Bremen. Trotz 1,7 m pro sec. GW siegte sie im 80 m Hürdensprint in 12,20 sec., der 100 m Sprint ging in 12,75 sec. an sie.

Weitere Siege gingen an Tim Haufe (M 14) 100 m in 12,50 sec., Jana Rokitta (U 18) Weitsprung 5,03 m und Tom Ediger (U 18) Weitsprung .

Die U 23 4 x 100 m Staffel (Marc Traichel, Mathis Giesen, Jan Marcel Kezmann und Maurice Theisen) erzielte trotz zweier schlechter Wechsel sehr gute 43,34 sec. und verpasste die Junioren-DM Norm lediglich um 14/100stel. sec.

Kezmann gewann die 200 m der U 20 in 23,06 sec. und Giesen die der Männer in 22,84 sec.


Die damit verbundene Frage, ob in Wuppertal hochklassige Leichtathletik möglich ist, muss daher weiter diskutiert werden. Die WSV Leichtathleten stellen aktuell 5 Athleten, die dem NRW-Kader angehören oder in den Landesleistungsstützpunkten trainieren.

Leider werden diese erfolgreichen Sportler bei den heute herrschenden Trainingsbedingungen ihr Potenzial nicht annähernd ausschöpfen können.

Auch durch das überdimensionale Engagement der Leichtathletik -Verantwortlichen wird dieses nicht dauerhaft kompensiert werden können. Die immer wieder transparent gemachte Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und auf Wuppertaler Boden mit erheblichem Eigenengagement, Verbesserungen zu schaffen, laufen ins Leere.

Fakt ist, dass nach dem voraussichtlichen Scheitern der Projekte "Stadionnebenplatz" und "Nocken" für ein Projekt „Leistungssport WSV Leichtathleten“ die notwendige kurzfristige Lösung nicht in Sicht ist.

Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung wird jederzeit gezeigt – es fehlt den Athleten aktuell nur die notwendige Hilfe, ihre Träume zu verwirklichen. Nicht in ferner Zukunft sondern möglichst kurzfristig!

(Bericht und Kommentar von Corina Ediger)

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